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Unfallmedizinische Tagung des Landesverbandes Südost der DGUV, Nürnberg

12. Mai 2017 bis 13. Mai 2017

 

Der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ist es gelungen, mit den regionalen Unfallmedizinischen Tagungen sowie einem umfassenden Kursangebot für Kindertraumatologie, Gutachtenerstellung und Rehabilitationswesen neben den etablierten Veranstaltungen und Kongressen der Fachgesellschaften und Berufsverbände eine durchgangsarztspezifische Säule in der Fortbildung zu etablieren. Es wurde damit erreicht, die verpflichtende Fortbildung für Durchgangsärzte zum einen in der für alle Facharztgruppen vorgesehenen Zeitbelastung zu halten, zum anderen über die Vielfalt der Veranstalter und Fachthemen hinweg eine sinnvolle, gewinnbringende und vor allem kontinuierliche Fortbildung der durchgangsärztlichen Partner zu gewährleisten.
Unfallmedizinische Tagungen richten sich traditionell nicht nur an Kolleginnen und Kollegen als Durchgangsärzte in Praxis und Klinik, sondern natürlich auch an die Rehabilitationsmediziner, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unfallversicherungsträger und letztendlich auch an die medizinischen Assistenzberufe. Entsprechend bietet das diesjährige Programm wieder einen bunten Strauß an Themen aus akuter und rekonstruktiver Unfallchirurgie, Rehabilitation und der interdisziplinären Versorgung von Unfallopfern.
Die Behandlung von Schaftfrakturen im Wachstumsalter umfasst das gesamte Spektrum von der nicht operativen Therapie bis zu den 3 klassischen Fixationsmethoden mit der intramedullären Schienung, der Verplattung und der externen Fixation.
Die indikatorische Wahl hängt naturgemäß von der Frakturform und dem Alter des Kindes, in Deutschland in hohem Maße aber auch von der Ausrichtung der behandelnden unfallchirurgischen und kinderchirurgischen Abteilungen ab.
Die neuen Heilverfahren sind nicht mehr wirklich neu und biegen mit dem 5. Jahr seit Einführung praktisch in die Zielgerade ein. Während die Umstellungen in den ambulanten Verfahren umgesetzt sind, laufen für die stationären Verfahren die Übergangsfristen mit dem Ende des Jahres aus. Zum derzeitigen Stand und vor allem zu den absehbar zukünftigen Entwicklungen wird aus Sicht der DGUV, des Landesverbandes und des beratenden Arztes Stellung genommen. Nach wie vor besteht die Herausforderung, neben der gut aufgestellten Strukturqualität auch die Prozess- und Ergebnisqualität in den Heilverfahren zu evaluieren. Die Revolution in der Informationstechnologie bietet zumindest Chancen, relevante Daten unter vertretbarem Aufwand zu liefern. Abgerundet werden soll der Block durch Berichte und Vorschläge, wie die Dreistufigkeit der stationären Heilverfahren in Zukunft noch transparenter und reibungsloser organisiert werden kann.
Die Hilfsmittelversorgung in Praxis und Klinik läuft formal und fachlich nicht allenthalben rund. Die Vorträge mit Fokussierung auf die Schuhversorgungen sollen hier Wissen und Klarheit schaffen. Die Endoprothetik nach Trauma bekommt zunehmend höhere Bedeutung. Dies liegt an der zunehmenden Qualität der Implantate, wie auch an der vielerorts großen klinischen Erfahrung.
Darüber hinaus wird auch in der gesetzlichen Unfallversicherung das Patientenkollektiv sowohl älter, wie auch anspruchsvoller. Das Für und Wider einer endoprothetischen Versorgung als Alternative zum gelenkerhaltenden Versuch soll für alle großen Gelenke von ausgewiesenen Experten ausgewogen dargestellt werden.
Die Sichtweise für das früher als Gehirnerschütterung beschriebene leichte Schädel-Hirn-Trauma hat sich unter den Ergebnissen klinischer Studien und der neueren Bildgebungsmöglichkeiten wesentlich geändert. Neben den trotz anfänglicher geringer Ausprägung doch langgehenden Beschwerden und klinischen Folgen sind die wiederholten vermeintlich geringen Traumen vor allem im Sport in den Fokus geraten. Die klinische Arbeitsgruppe Neurotrauma der BG-Kliniken hat zu dieser Thematik ein Programm zusammengestellt, das zur aktuellen klinischen Systematik, zur Symptomatik und Diagnostik sowie zu den therapeutischen und rehabilitativen Möglichkeiten informieren soll.
Der letzte Themenblock der Tagung ist der klinischen Problematik fulminanter Infektionen und septischer Verläufe gewidmet. Die betroffenen Patienten sind lebensgefährdend bedroht und bedürfen eines raschen und systematischen klinischen Managements, das in Analogie zum Polytrauma über vordefinierte Standards und eine konsequente Interdisziplinarität laufen muss.

 

Tagungsleiter:
Prof. Dr. med. V. Bühren, Ärztlicher Direktor und Klinikgeschäftsführer der BG-Unfallklinik Murnau

Zielgruppen:
Orthopäden, Unfallchirurgen, D-Ärzte

Details

Beginn:
12. Mai 2017
Ende:
13. Mai 2017
Veranstaltungkategorie:

Veranstalter

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung – Landesverband Südost

Veranstaltungsort

Convention Center Mitte
Karl-Schönleben-Straße
Nürnberg, 90471 Deutschland
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Telefon:
09 11 - 86 06 83 11
Website:
https://www.nuernberg-convention.de/de/ncc/mitte/