Veranstaltungs-Sicherheit

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Die Besuchersicherheit in Versammlungsstätten und bei Open Air Events hat für Betreiber und Veranstalter im Jahr 2017 stark an Bedeutung gewonnen. Dabei ist das Thema Veranstaltungssicherheit für Eventmanager und PCOs nicht neu. So verlangt z.B. die Muster – Versammlungsstättenverordnung vom Betreiber ein Sicherheitskonzept für Versammlungsstätten mit mehr als 5000 Besucherplätzen (§43,2 MVStättVO). Sicherheitskonzepte sind ebenfalls erforderlich, wenn die Art der Veranstaltung dies erfordert (§43,1 MVStättVO).
Die inhaltlichen Mindestvorgaben der Versammlungsstättenverordnung für die Sicherheitsplanung von Veranstaltungen beziehen sich vor allem auf die baulich-anlagentechnische Sicherheit von Versammlungsstätten und auf organisatorische Anforderungen an Betreiber, Veranstalter und Mitarbeiter bzw. Fachkräfte der Veranstaltungstechnik.

Zur „Sicherheit von Groß – Veranstaltungen im Freien“ gibt es zahllose Abhandlungen und Sicherheitsexperten präsentieren sich auf dem Veranstaltungsmarkt als Dienstleister für die Erstellung von Sicherheitskonzepten. Für Tagungen und Kongresse gibt es dagegen kaum Standards zur verhaltensbedingten Sicherheitsplanung. Hier greifen die gängigen Standards der Veranstaltungstechnik nicht oder nicht hinreichend. Für diesbezügliche Sicherheitsmaßnahmen gibt es noch keinen „Stand der Technik“ und keine „allgemein anerkannten Regeln der Technik“. Vor diesem Hintergrund fokussiert der Artikel primär die Besuchersicherheit und die Veranstaltungssicherheit bei verhaltensbedingten Gefährdungen in Gebäuden, die als Versammlungsstätte genehmigt sind – z.B. Tagungshäuser, Kongresshotels und Congress Centren.